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Die Be-merkenswerte Frau

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Ein Tanz für den Frieden 
Hemda Bottenberg ist Hildesheims „Be-merkenswerte Frau 2010“ / Preis vom Zonta-Club verliehen

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Hildesheim (lyh). „Es gibt heutzutage nicht mehr viele Menschen, die echte Persönlichkeiten sind. Umso dankbarer dürfen wir sein, dass eine dieser Persönlichkeiten mitten unter uns lebt.“ Mit diesen Worten begann Pastorin und Michaelis-Jubiläumsprojektleiterin Nora Steen im Sitzungssaal des Kreishauses ihre Laudatio. Gelobt hat sie damit Hemda Bottenberg, die vom Frauennetzwerk Zonta-Club Hildesheim als „Bemerkenswerte Frau 2010“ ausgezeichnet wurde. Hemda Bottenberg wurde 1947 in Paris geboren und wuchs in Frankreich und Israel auf. Einige Jahre hat sie in einem Kibbuz verbracht. Zum Studium kam die kleine Frau mit der großen Energie nach Hildesheim und ist hier sprichwörtlich hängengeblieben. Als diplomierte Kulturpädagogin und Kunsttherapeutin ist sie in zahllosen Institutionen in Hildesheim und Umgebung aktiv, beispielsweise an der Volkshochschule oder im Evangelischen Familien-Bildungswerk, wo sie seit Jahren Kurse anbietet. Darüber hinaus engagiert sich Hemda Bottenberg unter anderem im Asyl-Verein, beim Interkulturellen Frauenfrühstück oder an Abrahams Rundem Tisch. Mit Themen wie Krieg und Armut setzt sie sich auseinander, indem sie kunsttherapeutisch mit kriegstraumatisierten Kindern arbeitet. „Hemda Bottenberg zeigt uns mit ihrem Tun, wie sehr die Weltgemeinschaft miteinander zusammenhängt und dass das, was auf lokaler Ebene getan wird, sich sehr wohl auf einer globalen Ebene auswirken kann“, erläuterte Laudatorin Steen. Wenn die Geehrte beispielsweise auf Asylsuchende zugehe, die sich in einem fremden und zunächst recht unwirtlich erscheinenden Land neu zurechtfinden müssten, entschärfe sie den Teufelskreis aus Angst, Vorurteilen und Gewalt. „Wer im Gesicht eines anderen nicht mehr den Feind erkennt, sondern einen Menschen wie Du und Ich, der kann in dieses Gesicht nicht mehr hineinschlagen“, resümierte Steen. Den zum dritten Mal verliehenen Preis „Bemerkenswerte Frau“ übergab die Laudatorin gemeinsam mit der noch amtierenden Zonta-Club-Präsidentin Isabell Krone, die ihr Amt ab Juni an Dr. Luise Friederike Kallmeyer-Niemann abtritt. Die Preisträgerin selbst war von der Ehrung sichtlich überwältigt. „Es ist schwierig für mich, das zu verkraften, denn es gäbe tausende Frauen, die diesen Preis auch verdient hätten“, sagte Hemda Bottenberg. Ihre Botschaft, dass nur der Frieden, der zwischen einzelnen Menschen wie der zwischen Völkern, die Welt zu einem besseren Ort machen könne, vermittelte die agile Dame dann gleich sehr praktisch. Gemeinsam mit Vize-Landrätin Sabine Hermes, Bürgermeister Henning Blum und allen anderen Gästen der Preisverleihung tanzte sie statt einer langen Dankesrede lieber einen hebräischen Volkstanz mit dem Titel „Ich wurde geboren für den Frieden“. Neben Hemda Bottenberg waren aus allen beim Zonta-Club eingereichten Vorschlägen noch zwei weitere Frauen aus der Region Hildesheim als „Bemerkenswerte Frau“ nominiert worden. Auch sie ehrte der Club und stellte ihre Leistungen der Öffentlichkeit vor. Sylvia Torrijo ist eine der beiden. Als Bereichsleiterin der ländlichen Erwachsenenbildung macht sie sich seit elf Jahren für die Qualifizierung von Frauen stark, die sich nach ihren Erziehungszeiten wieder in das Berufsleben integrieren wollen. Mit überdurchschnittlichem Engagement hat sie Maßnahmen wie das Tagesmütterprojekt in Nordstemmen und Bad Salzdetfurth oder das Projekt „Comeback“ für Berufswiedereinsteigerinnen ins Leben gerufen. Sie war außerdem entscheidend an der Gründung der in Niedersachsen einzigartigen Berufsfachschule für Altenpflegehilfe beteiligt. Große Anerkennung wurde auch Martina Bertram ausgesprochen, Abteilungsleiterin des Tiefbauamtes der Stadt. Sie hatte sich in der vom Sparzwang angestoßenen Diskussion um die Schließung des Wildgatters Ochtersum für die Erhaltung des wohnortnahen Freizeitangebotes für die Hildesheimer Familien eingesetzt. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, habe Martina Bertram bereits im Oktober 2009, wie Laudatorin Petra Herzog berichtete, den Förderverein Wildgatter Ochtersum gegründet. Diesem seien innerhalb weniger Monate über 70 Mitglieder beigetreten, die seitdem mit originellen Ideen wie einer Versteigerung von Tierpatenschaften aktiv am Erhalt des Tiergatters mitarbeiten.

HAZ 31.05.2010
 

Jeder Euro hilft den Waisenkindern

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Gronau (mb). Die Hilfsbereitschaft für die Waisenkinder im Erdbebengebiet von Haiti war groß. Rund 150 Gäste nahmen auf Einladung der Frauen des „Zonta Club Hildesheim“ an einem Benefi z-Kinoabend in Gronau teil. Das Kino war damit bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Der Zonta Club ist ein internationaler Zusammenschluss berufstätiger Frauen in leitender oder selbständiger Position.Die Mitglieder treten in erster Linie für die Rechte von Frauen in aller Welt ein.

Dem Hildesheimer Club gehören derzeit 28 Frauen aus der Region an. Auf dem Programm des Benefiz-Kinoabends in Gronau am Internationalen Frauentag stand die italienische Filmkomödie „Brot und Tulpen“ aus dem Jahre 1999. Da das Gronauer Kulturbüro die Mietgebühren gespendet hatte, kam allein durch die Eintrittsgelder nach Abzug der Kosten für Speise und Getränke ein Erlös von rund 2000 Euro zusammen. Die Höhe der zusätzlichen Spenden stand vor Redaktionsschluss noch nicht fest.

Das Geld soll der Unterstützung des Vereins „Unsere kleinen Schwester und Brüder“ dienen, der in der ARD-Sendung mit Anne Will am 17. Januar dieses Jahres vorgestellt wurde. „Natürlich waren wir alle von den Folgen des Erdbebens in Haiti geschockt“, so die Präsidentin des Zonta Club Hildesheim, Isabell Krone, im Gespräch mit dieser Zeitung. Als dann die Präsidentin von Zonta International, Beryl Sten, einen Spendenaufruf gestartet habe, sei recht schnell die Idee eines Benefiz-Kinoabends entstanden.

Nach einem kleinen Imbiss begrüßte die stellvertretende Landrätin Sabine Hermes, die ebenfalls dem Zonta Club angehört, die Gäste. „Ich freue mich, dass auch einige Männer unserer Einladung am heutigen Weltfrauentag gefolgt sind“, stellte sie fest.

Auch Isabell Krone ging in ihrer Ansprache auf den Internationalen Frauentag ein. Sie erinnerte daran, dass dieser Tag nach einem Streik von Textilarbeiterinnen in den USA am 8. März 1907 ins Leben gerufen worden war. Ein Jahr später sei in den USA das Wahlrecht für Frauen eingeführt worden, weitere zehn Jahre später dann in Deutschland und Österreich. „Zwischen 1933 und 1945 war der Frauentag in Deutschland verboten“, so Krone rückblickend.

Die Präsidentin erinnerte daran, dass die Erdbebenkatastrophe im Januar dieses Jahres mehr als 222 000 Todesopfer gefordert habe. „Dies entspricht der Einwohnerzahl von Hildesheim, Alfeld, Algermissen, Bad Salzdetfurth, Bockenem, Elze, Freden, Giesen, Gronau, Harsum, Nordstemmen, Sarstedt, Schellerten und Sibbesse“, machte sie deutlich. Die Zahl der Verletzten bezifferte sie auf knapp 311 000. Insgesamt 1,5 Millionen Menschen hätten ihr Hab und Gut verloren, was der Einwohnerzahl von Hamburg entspreche. „Vier Fünftel der Bevölkerung von Haiti muss mit 1,50 Euro pro Tag für den Lebensunterhalt auskommen“, stellte Krone fest. „Jeder Euro von uns wird also den Menschen dort helfen“, fügte sie

Quelle: HAZ

   

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